Hunger-Kinder-Projekt

Ein schwerwiegendes Problem stellt gerade in Indien die relativ hohe Sterblichkeitsrate von Säuglingen und Kleinkindern mit einer angeborenen Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte dar. Etwa 20 % leiden in den ersten Lebensmonaten an Unterernährung infolge einer durch diese Fehlbildung stark erschwerten Nahrungsaufnahme wie auch durch die allgemein schwierigen Lebensbedingungen. Etwa die Hälfte dieser Kinder stirbt noch vor der abschließenden und teils lebensrettenden Operation, obwohl dies durch eine frühzeitige ärztliche und zahnärztliche Therapie fast immer vermeidbar wäre.

Durch die gezielte und ärztlich überwachte Verabreichung von Spezialnahrung wird der Ernährungszustand und die natürliche Immunabwehr stark verbessert. Weiterer zentraler Baustein zur Sicherung des Überlebens ist die Anfertigung von herausnehmbaren Trinkplatten durch spezialisierte Kinderzahnärzte. Ziel ist hier ein vorübergehender, mechanischer Verschluss der Gaumenspalte als Überbrückungsmaßnahme bis zur endgültigen chirurgischen Denkung der offenen Mund-Nasen-Verbindung.

Die Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, diesen bedrohten Kindern ein Überleben bis zum abschließenden Operationstermin zu ermöglichen. Als besonders effektiv hat sich dabei die Zusammenarbeit mit spezialisierten Kinderkrankenhäusern und angegliederten Spalt-Operationszentren vor Ort erwiesen. Es werden durch die Stiftung nicht nur finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, sondern insbesondere auch im kinderzahnärztlichen Bereich die einheimischen Kollegen mit spezialisiertem Fachwissen unterstützt.