Operationen

Chirurgische Eingriffe

Schwere und vielfach unbehandelte Fehlbildungen wie Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten, Verbrennungen und Verletzungen sind bei Kindern in Entwicklungsländern häufig zu finden. Den betroffenen Kindern ist ein normales Leben in der Regel nicht möglich. Körperliches und seelisches Leiden, soziale Ausgrenzung und ein vorzeitiger Tod sind regelmäßig die Folgen.

Die Organisation, Finanzierung und fachliche Begleitung von wiederherstellenden Operationen stellt daher seit Gründung der Stiftung den zentralen Schwerpunkt in unseren Einsatzländern dar. Spezialisierte und oft ehrenamtlich arbeitende einheimische Chirurgen operieren im Auftrag der Stiftung solche Kinder, die sonst niemals Aussicht auf eine adäquate Behandlung hätten. Trotz teilweise einfachster Rahmenbedingungen wird dabei größter Wert auf eine hochwertige fachärztliche Versorgung gelegt, die westlichen Standards in nichts nachsteht. Gleichzeitig sind die einheimischen Ärzte mit den örtlichen und kulturellen Gegebenheiten wie auch der Landessprache vertraut, was für ein echtes Vertrauensverhältnis der Eltern wie auch der Kinder zu den behandelnden Ärzten unerlässlich ist. Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass nur so ein wirklich nachhaltiges Behandlungsergebnis zu erzielen ist, gerade auch im Falle von Komplikationen oder Wundheilungsstörungen in den Tagen und Wochen nach der Operation.

Die Kosten für die notwendigen Medikamente, OP-Materialien und medizinischen Geräte werden durch die Stiftung übernommen. Von zentraler Bedeutung ist auch eine umfassende Nachsorge und Pflege der operierten Kinder, gefolgt von kinderzahnärztlichen und sprachtherapeutischen Maßnahmen in den Folgejahren. Nur so kann ein nachhaltiges Ergebnis erzielt werden, das den Kindern nach der Genesung die Chance auf ein menschenwürdiges, weitgehend normales Leben eröffnet. Schon 250 bis 300 Euro reichen dabei aus, um einem Kind durch eine Operation eine gesunde Zukunft zu schenken.

Durch die Unterstützung der Aus- und Weiterbildung von einheimischen Ärzte, Zahnärzte, Pflegekräfte und Sprachtherapeuten wird zudem die wichtige Hilfe zur Selbsthilfe realisiert.


1000 Kindergesichter – 1000 Kinderleben

Die Stiftung arbeitet seit 2014 daran, 1000 Kindern mit einer angeborenen Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte eine wiederherstellende Operation zu ermöglichen. Kooperationen bestehen bislang mit spezialisierten OP-Zentren in Indien, Vietnam und Bangladesh, wobei die Eingriffe durch einheimische Fachärzte erfolgen. Bis Ende 2015 waren bereits 630 Operationen erfolgreich durchgeführt mit dem Schwerpunkt auf Indien, wo jedes Jahr ca. 50.000 Kinder neu mit einer solchen Fehlbindung geboren werden, bei gleichzeitig ca. 1 Million bislang nicht operierter Fälle.

Zukünftig ist eine Ausweitung des Projektes auf die Philippinen und auf Südamerika angedacht, hier insbesondere auf Peru und Bolivien.